Der Schwammspinner ist auf dem Vormarsch!

Der Schwammspinner hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Massenvermehrung hinter sich gebracht. Was tun gegen den Schädling?

Seitenansicht der Schwammspinner-Raupe

Die Schwammspinner haben sich im Hitze- und Trockenjahr 2018 und 2019 in unseren Eichenwäldern weiter deutlich vermehrt. Die Raupen dieses Falters sind jedoch kleine Allesfresser und machen nicht nur bei den Eichen halt wenn diese kahlgefressen sind.

Kleine Raupe Nimmersatt

Nach dem Falterflug legen die kaum flugaktiven Weibchen des Schwammspinner-Falters Gelege mit durchschnittlich 300 bis 600 Eier, im Einzelfall sogar bis 1.000 Eier an. Die Gelege werden von den Weibchen an Bäumen abgelegt und mit gelbbrauner bis brauner Wolle abgedeckt. Diese schwammartig aussehenden Gelege waren für diese Schmetterlingsart auch namensgebend.

Im April schlüpfen die Räupchen und beginnen an den frisch austreibenden Knospen zu fressen. Nach mehrmaliger Häutung können die dann fingerdicken Raupen am Ende ihrer Entwicklung bis zu 7,5 cm lang werden. Dabei fressen die Raupen bis in den Juni hinein sehr verschwenderisch und können, wenn die von ihnen bevorzugten Eichen kahlgefressen sind, auf andere Laubbaumarten und letztendlich sogar auf Nadelbäume wie Lärche und Kiefer ausweichen. Über ihre Entwicklung verbraucht jede Raupe rund einen Quadratmeter Blattfläche.

Nach oben ⇑

Was bedeutet das für Sie und Ihre Mitbürger?

Frontansicht Schwammspinner Raupe auf www.pecon-pro.de dem Schädlingsbekämpfer in der Region Heilbronn
Frontansicht Schwammspinner-Raupe

In Teilen Thüringens, in Franken und um Leipzig tummelten sich 2019 Millionen der schwarzbraunen Schwammspinnerraupen. Sie knabbern nicht nur massenweise Eichen und andere Pflanzen ab, sondern kriechen auch in Gärten und an Häuserwänden entlang – und manchmal an Beinen der Menschen hoch. Mitte 2019 färbten Schwammspinnerraupen  einen ganzen Ortsteil Geras dunkel ein. Ein Aufenthalt im Garten war nicht mehr möglich. Andere Bundesländer hatten zwar keine derart drastischen Fälle, meldeten aber auch steigende Zahlen, etwa die Umweltministerien von Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die intensiven Eigelege-Prognosen des Schwammspinners haben aber auch für die kommenden Jahre Dichten ergeben, die Kahlfraß und starke Belästigungen für Menschen durch die schlüpfenden Schmetterlingsraupen erwarten lassen.

Die hyperaktiven Tiere breiten sich auf der Suche nach Nahrung auch in Privatgärten aus und machen auch vor offenen Türen und Fenstern nicht Halt. Wenn empfindliche Menschen mit den Raupenhaaren in Berührung kommen, kann es zu starken Hautreizungen, allergischen Reaktionen und sogar Atemnot kommen.

Nach oben ⇑

Den Schwammspinner wirksam biologisch bekämpfen

Unser PeconPro-Einsatzfahrzeug zur biologischen Schädlingsbekämpfung beim Schwammspinner
Unser PeconPro-Einsatzfahrzeug

Mit dem Blattaustrieb im Frühling schlüpfen auch die Raupen des Schwammspinners und beginnen sofort zu fressen. Und das nicht nur bei Eichen. Der Schwammspinner kann sich von rund 400 Futterpflanzen ernähren. In diesem Zeitraum muss auch mit der Bekämpfung des Schwammspinners begonnen werden. Die natürlichen Feinde reichen da nicht aus.

Zur Bekämpfung des Schwammspinners können verschiedene Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Am wirksamsten hat sich aber Dipel® ES als Mittel herausgestellt, das weder für den Anwender noch für die Umwelt schädlich ist, da es sich um ein natürliches Insektizid handelt. Das Mittel wird im Spritzverfahren auf die Blätter der betroffenen Bäume aufgebracht. Fressen sich die Raupen sich nach der Behandlung durchs Blatt, nehmen sie den Wirkstoff auf. Der Wirkstoff verhindert eine weitere Nahrungsaufnahme der Raupen, der Häutungsmechanismus wird gestoppt. Nach wenigen Tagen sterben die Raupen ab

Nach oben ⇑